Einmal um den Stiefelabsatz: Vom Adriatischen zum Ionischen Meer

Eine Runde um Südsalento: weiße Felsen bei Sant’Andrea, Otranto, Ponte Ciolo, Leuca, Baden in Pescoluse und Abendessen in Gallipoli.

Einmal die Südspitze des italienischen Stiefelabsatzes umrundet

Vom Valle d’Itria ins Salento

Heute ging es ganz in den Süden des italienischen Stiefelabsatzes. Unsere Unterkunft liegt noch am südlichen Rand des Valle d’Itria bei Ceglie Messapica, doch wenige Kilometer weiter beginnt landschaftlich bereits der Übergang ins Salento. Eine messerscharfe Grenze gibt es dabei nicht: Das Valle d’Itria gehört zur südöstlichen Murgia und ist geprägt von leicht hügeligem Kalksteinland, Trulli, Trockenmauern und großen Olivenhainen. Weiter südlich wird das Land zunächst flacher, bevor es im äußersten Salento mit den niedrigen Höhenzügen der Serre Salentine wieder etwas bewegter wird.

Zunächst wieder Olivenhaine mit Mauern links und rechts

Wir starteten im Uhrzeigersinn in Richtung Ostküste. Anfangs ging es wieder durch Olivenfelder, links und rechts begrenzt von den für Apulien typischen Trockenmauern. Je näher wir der Küste kamen, desto weiter und karger wurde die Landschaft. Die Oliven verschwanden zwar nicht völlig, standen aber zunehmend in einer deutlich trockener wirkenden Umgebung aus heller Erde, Felsen und niedriger mediterraner Vegetation.

An der Küste wurde das Land weiter und karger

Weiße Felsen bei Torre Sant’Andrea

Unser erster Stopp war Torre Sant’Andrea. Aus dem kleinen Fischerort ist heute vor allem ein Ferienort geworden. Von Fischerdorf war zumindest in dem Bereich, den wir sahen, nicht mehr viel zu erkennen: Restaurants, Bars, Minimärkte, Plastik-Wassertiere und bunte Fischkäscher wechselten sich ab.

Die weißen Felsen von Torre Sant’Andrea

Die Küste selbst war dagegen ausgesprochen interessant. Vor dem Ufer stehen die Faraglioni di Sant’Andrea, helle Felsnadeln und Inselchen im türkisfarbenen Adriatischen Meer. Die hellen Kalksteine werden seit Jahrtausenden von Wind, Salz und vor allem der Brandung bearbeitet. Das Meer dringt entlang von Rissen und weicheren Schichten in den Fels ein, lässt Höhlen und Bögen entstehen und trennt schließlich einzelne Felspartien vom Festland ab. Genau diese fortschreitende Erosion gibt der Küste ihr auffällig zerklüftetes und fast weißes Aussehen.

Wie schnell sich diese Landschaft verändern kann, hatte sich erst ein halbes Jahr vor unserem Besuch gezeigt. In der Nacht vom 14. auf den 15. Februar 2026 stürzte nach starken Regenfällen und heftiger Brandung einer der bekanntesten natürlichen Bögen der Faraglioni ein: der sogenannte Arco dell’Amore oder Arco degli Innamorati. Eine der berühmtesten Postkartenansichten des Salento existierte bei unserem Besuch also bereits nicht mehr.

Noch mehr weiße Felsen

Abseits der touristischen Ecke fanden wir eine gemütliche Bar, also nahmen wir dort einen Kaffee, genossen die Aussicht und vor allem den erstaunlich frischen Wind. Bei der Hitze war der fast ebenso willkommen wie der Kaffee.

Und glasklares Wasser

Otranto und das verschlossene Mosaik

Der nächste Stopp lag nur wenige Kilometer weiter südlich: Otranto. Der Ort ist deutlich größer und geschäftiger als Torre Sant’Andrea und besitzt neben einer langen Promenade eine kompakte Altstadt innerhalb der alten Befestigungen.

Der Eingang zur Altstadt von Otranto

Unser eigentliches Ziel war die Cattedrale di Santa Maria Annunziata. Berühmt ist sie vor allem wegen ihres gewaltigen mittelalterlichen Bodenmosaiks. Es entstand zwischen 1163 und 1165 unter dem Mönch Pantaleone und zieht sich fast durch die gesamte Kirche. Im Mittelpunkt steht ein riesiger Lebensbaum, zwischen dessen Ästen sich biblische Geschichten, Tiere, Fabelwesen, Monatsdarstellungen und sogar Motive aus Legenden und antiker Mythologie verteilen. Im Grunde ist der Boden eine mittelalterliche Bilder-Enzyklopädie.

Was wir bei unserer Planung allerdings nicht bedacht hatten: Auch in Italien gibt es eine ausgedehnte Mittagspause. Die Kathedrale war von 13:00 bis 15:30 Uhr geschlossen. Zweieinhalb Stunden wollten wir dann doch nicht auf das berühmte Mosaik warten. Also blieb es für uns diesmal bei der verschlossenen Tür.

Die geschlossene Kathedrale – und damit auch das berühmte Mosaik

Wenn man durch die Altstädte und über die kleinen Basare Apuliens läuft, begegnen einem außerdem immer wieder merkwürdige eiförmige Keramikgebilde. Was wir zunächst schlicht für dekorative Eier hielten, hat tatsächlich einen Namen: Pumo pugliese. Seine Form wird als noch geschlossene Blütenknospe gedeutet, meist von stilisierten Akanthusblättern umgeben. Der Pumo gilt in Apulien als Glücksbringer und Symbol für neues Leben, Wohlstand und Fruchtbarkeit. Deshalb findet man ihn nicht nur in Souvenirläden, sondern auch auf Balkonen, Torpfosten und Hausfassaden.

Pumi begegnen einem in Apulien überall

Gewitter ohne Autowäsche

Der Mini hatte mittlerweile eine ordentliche Staubschicht gesammelt. Als über Otranto eine große, dunkle Gewitterwolke aufzog, freuten wir uns schon auf eine kostenlose Autowäsche. Daraus wurde allerdings nichts. Außer viel Grollen und ein paar einzelnen Tropfen zog das Gewitter an uns vorbei. Der Mini blieb staubig.

Gewitter über Otranto

Auf der Küstenstraße Richtung Leuca

Weiter ging es konsequent an der Küste entlang. Google versuchte zwar immer wieder, uns auf eine schnellere Strecke im Landesinneren zu schicken, aber wir blieben eisern auf der Küstenstraße. Schließlich wollten wir nicht möglichst schnell am Ziel sein, sondern etwas von der Landschaft sehen.

Ein besonderer Ort entlang dieser Strecke ist Santa Cesarea Terme. Der kleine Kurort klebt förmlich an der steilen Adriaküste. Bekannt wurde er durch schwefelhaltige Thermalquellen, deren etwa 30 Grad warmes Wasser aus natürlichen Höhlen unmittelbar an der Küste austritt. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden rund um den Kurbetrieb auffällige Villen und Palazzi. Besonders die maurisch inspirierte Villa Sticchi mit ihrer großen Kuppel wirkt zwischen Kalkfelsen und Adriaküste fast ein wenig, als sei sie aus einer anderen Welt hierher versetzt worden.

Terme mit der Villa Sticchi

Ponte Ciolo: Die Schlucht lag unter uns

Einer unserer nächsten Wegpunkte hieß Ponte Ciolo. Nach der Ankündigung bei Google hatten wir eine große Bogenbrücke über einer spektakulären Schlucht erwartet. Als wir darüberfuhren, sahen wir dagegen erst einmal nur eine relativ kurze Betonbrücke über einem überschaubaren Abgrund. Da ich in zweiter Reihe mit Warnblinkanlage stand und Angela deshalb nicht bis zur Mitte der Brücke lief, sah sie im Grunde nur die schroffe Felswand.

Auf der Küstenstraße bei Gagliano del Capo

Die Erklärung fanden wir später: Das Spektakuläre liegt hauptsächlich unter und neben der Straße. Der Ponte Ciolo überspannt rund 40 Meter über dem Meer eine schmale, tief eingeschnittene Felsschlucht, die sich direkt zur Adria öffnet. Von unten beziehungsweise von den Wanderwegen entlang der Felswände sieht die Brücke wesentlich eindrucksvoller aus als aus dem Auto oben auf der Fahrbahn. Dazu kommen Höhlen und eine kleine fjordartig wirkende Meeresbucht. Wir hatten also durchaus die richtige Stelle gefunden – nur die falsche Perspektive.

Die Fahrt durch die „Schluchten“

Auch auf den letzten Kilometern Richtung Südspitze waren immer wieder „Schluchten“ angekündigt. Tatsächlich führte die Straße teilweise sehr imposant zwischen hoch aufragenden Felswänden hindurch. Meist war sie zur linken Seite zum Meer hin jedoch offen. Eine klassische enge Schlucht war es also nur selten – landschaftlich spektakulär war die Strecke trotzdem.

Am Ende des Stiefelabsatzes

Santa Maria di Leuca ist überraschend groß. Zunächst erreicht man auf der östlichen Seite das hohe Kap Punta Meliso. Dort stehen die Basilika Santa Maria de Finibus Terrae und der weithin sichtbare Leuchtturm. Mit seinem Bau wurde 1864 begonnen, 1866 wurde das Licht zum ersten Mal eingeschaltet. Der 47 Meter hohe Turm steht mehr als 100 Meter über dem Meer und ist damit ein ziemlich imposanter Orientierungspunkt – aber eben nicht dort, wo wir zur eigentlichen Südspitze hinwollten.

Dafür muss man sich noch durch den Ort schlängeln. Punta Ristola ragt westlich von Punta Meliso am südlichen Ende des Salento ins Meer. Genau dort fuhren wir hin. Bei der Hitze hielten sich nur wenige Menschen auf den Felsen auf und kletterten bis ganz nach vorne. Uns genügte der Parkplatz: kurz aussteigen, Foto machen und wieder zurück in den Mini.

Am südlichsten Punkt des Stiefelabsatzes

Baden bei Pescoluse und 40.000 Olivenbäume

Unser nächster Stopp versprach endlich richtige Erfrischung: Baden im Ionischen Meer. Nach nur etwa 15 Minuten erreichten wir die langen Sandstrände bei Pescoluse, die touristisch gerne als „Malediven des Salento“ vermarktet werden.

Wir hatten sogar Glück. Fast am Ende des Strandabschnitts beim Lido 77 war direkt am Straßenrand ein Parkplatz frei. Also mussten wir nur über die Straße und über die Düne und standen vor einem perfekten Sandstrand. Nach einer guten Weile im Wasser legten wir uns zum Trocknen in den Sand, bevor es noch einmal ins Meer ging. Die Wassertemperatur empfanden wir hier als wesentlich angenehmer als in Kroatien – warm genug, dass man lange im Wasser bleiben konnte, aber trotzdem noch erfrischend.

Auf zum Sandstrand bei Pescoluse

Angela hatte außerdem herausgefunden, dass auf unserer Route mit dem Frantoio Congedi in Ugento ein bekannter Olivenölproduzent lag. Die Geschichte des Unternehmens klingt zunächst tatsächlich nach klassischem Familienbetrieb: Seit 1917 beschäftigt sich die Familie Congedi mit Oliven und Öl, mittlerweile in vierter Generation. Nur darf man sich unter „Familienbetrieb“ hier keinen Bauernhof mit ein paar hundert Bäumen vorstellen. Das Unternehmen kümmert sich nach eigenen Angaben inzwischen um mehr als 40.000 Olivenbäume. Familienbetrieb ja – klein eher nicht.

Nach einer kurzen Olivenölprobe ging es weiter. Unterwegs waren uns immer wieder moderne, bewässerte Olivenplantagen aufgefallen. Im Salento wird nach den enormen Schäden durch Xylella fastidiosa vielerorts neu gepflanzt; für die Wiederbelebung des Olivenanbaus gibt es inzwischen eigene Programme und widerstandsfähigere Sorten. Ob gerade die von uns gesehenen Plantagen damit zusammenhingen, konnten wir natürlich nicht erkennen – auffällig war für uns vor allem, wie anders diese bewässerten Anlagen gegenüber den alten, trockenen Olivenhainen wirkten. Angela war vom Ausmaß des vermeintlich kleinen Familienbetriebs jedenfalls ein wenig enttäuscht. Wir hatten uns darunter etwas anderes vorgestellt.

Hier werden die Oliven bewässert

Und weil wir schon einmal in Ugento waren, gab es dort tatsächlich auch wieder einen Lidl. Also wurde noch schnell der italienische Vorrat für die nächsten Tage aufgestockt. Lidl-Mania eben.

Lidl-Mania in Ugento

Gallipoli: Fisch, Lampenöl und Parkplatzlotterie

Zum Abendessen ging es weiter nach Gallipoli. Die Stadt liegt an der ionischen Küste und ihr Name wird vom griechischen kalé polis, der „schönen Stadt“, hergeleitet. Noch heute spielt das Meer eine große Rolle, doch historisch war Gallipoli nicht nur Fischerhafen. Über Jahrhunderte gehörte die Stadt zu den wichtigsten Handelsplätzen für Olivenöl im Mittelmeerraum.

Dabei ging es keineswegs nur um hochwertiges Speiseöl. Ein großer Teil wurde als sogenanntes olio lampante produziert und über den Hafen in viele Teile Europas verschifft. Dieses Öl war nicht zum direkten Verzehr bestimmt, sondern diente unter anderem zur Beleuchtung von Lampen, zur Seifenherstellung und in der Textilverarbeitung. Unter den Häusern der Altstadt lagen zahlreiche unterirdische Ölmühlen, die frantoi ipogei. Das Olivenöl war damit für Gallipoli ungefähr das, was anderswo Wein, Salz oder Erz für eine Hafenstadt bedeutete: die Grundlage ihres Wohlstands.

Der Hafen von Gallipoli

Die Altstadt liegt auf einer Kalksteininsel und ist über eine steinerne Brücke aus dem 17. Jahrhundert mit der Neustadt verbunden. Und genau diese Lage sorgt im August für ein kleines Verkehrsproblem. Zum ersten Mal auf unserer bisherigen Italienreise wurde die Fahr- beziehungsweise Parksituation zu einer mittleren Katastrophe.

Endlich ist der Mini in Gallipoli geparkt

Der Verkehr schlängelte sich langsam über die Brücke in Richtung Altstadt, und freie Parkplätze waren praktisch nicht mehr vorhanden. Bei der ersten Runde hielt ich noch Ausschau nach einem legalen Parkplatz. In der zweiten Runde wollte ich den Mini bereits irgendwo abstellen, aber Angela hatte Bedenken, dass wir abgeschleppt würden. Erst in Runde drei fand ich eine Stelle, bei der ich beschloss, das Risiko einzugehen. Der Vorteil daran, dass der Parkplatz ohnehin nicht ganz legal war: Wir mussten zumindest kein Parkticket kaufen. Und er lag ausgesprochen günstig zur Altstadt.

Kleine Details in der Altstadt

Auf dem Weg zum Restaurant entdeckten wir wieder jede Menge kleiner Details an den Häusern. Besonders auffällig waren die alten Hausnummernschilder mit einem merkwürdigen Symbol neben der Zahl. Diesmal ließ sich das Rätsel eindeutig lösen: Es ist das Stadtwappen von Gallipoli. Darauf sitzt ein gekrönter Hahn, der zwischen seinen Füßen ein Schriftband mit dem Wahlspruch Fideliter excubat hält – sinngemäß „Er wacht treu“. Der vermeintlich merkwürdige Vogel auf unseren Hausnummern war also schlicht das offizielle Wappen der Stadt.

Hausnummer mit Gallipolis Stadtwappen

Das Castello und Warten auf 19 Uhr

Unser ausgesuchtes Restaurant hieß Patronale und hatte bei Google eine Bewertung von 4,9. Vorher hatten wir angesichts der Menschenmassen schon Bedenken, überhaupt einen Tisch zu bekommen. In Italien scheint das um 19 Uhr allerdings kein Problem zu sein. Wenn die Restaurants öffnen, geht zunächst einmal kaum jemand essen. Richtig voll wird es frühestens ab 20 Uhr.

Auf der Suche nach unserem Restaurant

Wir waren kurz vor sieben dort und bekamen entsprechend die Auskunft: Wir öffnen um 19 Uhr. Also drehten wir noch eine weitere Runde durch die Altstadt und kamen dabei am Castello di Gallipoli vorbei.

Das mächtige Castello bewacht direkt an der Brücke den Zugang zur Altstadt und den Hafen. Eine Befestigung an dieser Stelle existierte bereits im Mittelalter; die Anlage wurde unter den Anjou und später den Aragonesen immer wieder umgebaut und erweitert. Runde Wehrtürme und das vorgelagerte Rivellino machten sie zu einem wichtigen Bestandteil der Verteidigung von Stadt und Hafen.

Mauern am Castello di Gallipoli – von den Räumen blieb aus dieser Perspektive wenig

Der Bereich, den wir sahen, wirkte auf uns trotzdem eher wie eine mittelmäßige Ruine. An den Mauern konnte man noch gut erkennen, wo einmal Räume, Bögen, Fenster und Türen lagen, während an einigen Stellen scheinbar einfach die Decken fehlten. Ganz so ruinös, wie es von dort aussah, ist die Anlage allerdings nicht: Im Inneren sind noch große Räume, Gewölbe, Gänge und Verteidigungsanlagen erhalten. Unser Blickwinkel zeigte offenbar gerade einen der besonders nackten Teile des alten Gemäuers.

Muscheln, Orecchiette und Schwertfisch

Da wir direkt am Meer und in einem alten Fischerhafen waren, wollte ich natürlich etwas aus dem Meer essen. Als Vorspeise bestellten wir Muscheln, die wirklich gut waren. Interessanterweise war das Muschelfleisch deutlich fester, als wir es aus Kroatien kennen, und auch der Sud schmeckte wesentlich salziger.

Dazu gab es Stracciatella, Focaccia und für mich zusätzlich Carpaccio. Stracciatella hat mit der gleichnamigen deutschen Eissorte wenig zu tun: Hier handelt es sich um feine gezupfte Fäden aus Pasta-filata-Käse, die mit Sahne vermischt werden. Genau diese cremige Mischung bildet übrigens auch das Innere einer Burrata.

Als Hauptgericht bestellte ich Schwertfisch alla gallipolina. Was auf dem Teller landete, sah für mich allerdings hauptsächlich nach paniertem beziehungsweise frittiertem Fisch mit drei Feldsalatblättern aus. Es war okay, aber die 4,9 Sterne bei Google hätte ich allein dafür sicherlich nicht vergeben.

Angela hatte dafür einen der apulischen Klassiker: Orecchiette con cime di rapa. Die kleinen „Öhrchen“-Nudeln kannten wir inzwischen, aber die dazugehörigen cime di rapa waren neu. Wörtlich übersetzt sind es Rübenspitzen; botanisch gehören sie zur selben Pflanzenart wie Rübsen und werden im Englischen häufig als Broccoli Rabe bezeichnet. Geschmacklich sind sie kräftig grün und deutlich bitter – also genau diese besonderen bitteren „Rüben“, deren Namen uns beim Essen partout nicht einfallen wollte.

Alles in allem wurden wir satt, hatten einen schönen Abend in Gallipolis Altstadt und der Mini stand bei unserer Rückkehr tatsächlich noch dort, wo wir ihn abgestellt hatten. Damit war auch das Parkplatzexperiment erfolgreich beendet.

Muscheln, Focaccia, Carpaccio und Stracciatella

Danach lagen noch einmal gut zwei Stunden Fahrt vor uns. Von Gallipoli ging es quer über den Stiefelabsatz zurück zu unserer Unterkunft – und damit war unsere Runde einmal um den gesamten Süden des Salento komplett.