Olivenfest, Weinlese und ein neues Sofa
Es tut sich wieder einiges im Kutak . Am Donnerstag sind wir nach Mikulina Luka gefahren, denn in Vela Luka stand das große Olivenfest an. Die Hauptstraße war ab 17 Uhr gesperrt, also ging es nach dem Essen erst zurück ins Kutak , wo wir das Zimmer leergeräumt haben. Beim Malen stellte ich fest, dass der Farbroller gebrochen war – also schnell zu Samoborka einen neuen geholt. Angela hatte die Idee, die Wand farblich von der Decke mit einem Streifen zur Decke in der Decke Farbe abzusetzen. Also klebte ich ab während Angela den Farbrollerersatz holte. So wurde es ein zartes Blau-Türkis, das wunderbar zum Raum passt. Gegen halb neun war ich fertig – im Halbdunkeln, müde vom Überkopfarbeiten.

Danach ging es noch zum Olivenfest in Vela Luka. Seit Jahrhunderten gehört der Olivenanbau hier zu den wichtigsten Traditionen, und seit 17 Jahren feiert ein Verein dieses Fest mit Musik, Tanz und lokalen Spezialitäten. Die Muscheln waren leider schon ausverkauft, Garnelen ebenso. Es gab Sardellen und salzigen Fisch, und wie immer in Kroatien: Musik zum Mitsingen. Ein lauer Spätsommerabend voller Stimmung und Begegnungen – typisch dalmatinisch.

Freitag ging es wieder an die Arbeit: Büro im Homeoffice, danach die zweite Farbschicht im Zimmer. Endlich war es sauber genug, um den Hochzeitsschrank auszupacken. Ein wunderschönes Stück – leider mit Transportschäden. Ob er repariert werden kann, ist fraglich. Von der Versicherung warten wir noch auf Nachricht. Solange bleiben unsere Sachen noch in den Kisten.

Samstagmorgen standen dann Weintrauben auf dem Programm. Um 6:15 Uhr noch schnell Dieter mitwinken auf der Fähre nach Split verabschiedet – bei traumhafter Morgenstimmung im Nebel. Danach über Blato nach Dole, wo mit vielen Helfern die Reihen Pošip schnell geerntet waren. Weiter ging es nach Banja zum Rukatac. Um zehn Uhr waren wir schon bei Stipe auf dem Hof, wo die Trauben von den Stielen befreit wurden – die erste wichtige Stufe vor dem Pressen. So entsteht die Basis für die Gärung. Ein deutsches Paar, das von Stipes Wein gelesen hatte, schaute vorbei und ließ sich von mir – nach einer ausgiebigen Kostprobe – beraten. Mit je einer Flasche Pošip und Plavac Mali und einem Lächeln zogen sie weiter.

Am Nachmittag dann Grillen mit Oliviera und Tonći. Vorher kam endlich unsere Klappcouch an – Metallgestell mit Futon, eine Latexmatratze für erholsamen Schlaf. Der Aufbau war abenteuerlich, die Anleitung schlechter als bei einem schwedischen Möbelhaus, aber am Ende stand sie. Zwar noch nicht klappbar, aber immerhin – nach den Nächten auf der Luftmatratze eine Wohltat.

Sonntag wurde entspannt – ein bisschen Planung für die Bauhaus-Bestellung, ein Grillrest als Mittagessen und einfach genießen. Am Montag, nach dem weiteren Bürotag im Kutak begann ich dann, die Küche zu erweitern: Ein Betontrog musste weichen, um Platz für den Kühlschrank, den Ofen und mehr Ablagefläche zu schaffen. Mit Hammer und Schaufel wurde geschuftet – zum Glück ohne Moniereisen, nur Beton und Natursteine. Auch der Sand für die geplante Terrasse ist inzwischen angekommen – wobei es in Kroatien offiziell kein Sand, sondern 0er Schotter ist. Für uns bleibt es aber einfach „Sand“.

Und zwischendrin bleibt immer Zeit für die Fjaka: Freunde, Nachbarn, Musik, ein Glas Wein, eine Katze auf Besuch und ein tiefer Atemzug Meerluft. So fühlt sich unser Weg zur Fjaka jedes Mal ein Stück kompletter an.
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