Balken, Grillfeuer und Sonnenuntergänge am Kutak

Zwischen Säge, Schrauben und Freunden: der Aufbau der neuen Balkenkonstruktion, Grillduft über dem Meer, Besuch von Nika und Puma – und spektakuläre Herbstsonnenuntergänge am Kutak.

Balken, Grillfeuer und Sonnenuntergänge am Kutak

Mittlerweile wird es früh dunkel, und als wir Donnerstag Nachmittag ankamen, blieb nicht mehr viel Zeit, noch etwas zu machen. Gerade so haben wir es geschafft, die restlichen Balken ein zweites Mal zu streichen. Für Freitag – den Feiertag – hatte ich geplant, endlich mit dem Aufbau der Balkenkonstruktion zu beginnen. Aber ich traute mich erst nicht, die Säge anzusetzen: Einmal zu kurz ist eben zu kurz.

Bei den Schrauben, Winkeln und Halterungen war ich top vorbereitet – beim Bohrer nicht. Ivano hatte keinen langen Holzbohrer, aber ein kurzer 12,5-mm-Metallbohrer tat’s fürs Erste.

Die großen Trägerbalken – mit alter Hebeltechnik und Seilhilfe in Position

Nach einem langen Frühstück auf der Terrasse – der Kaffeetisch aus Karton hält erstaunlich gut – habe ich den ersten Balken zugesägt und am Giebel des kleinen Häuschens verschraubt. Nichts ist hier wirklich gerade, also sitzt er am Ende minimal verdreht. Passt trotzdem.

Frühstück mit Aussicht – und dem wahrscheinlich leichtesten Kaffeetisch der Insel
Feinarbeit am Winkel – Millimeterarbeit unter blauem Himmel

Samstag war das „Trum“ dran: sechs Meter Länge, zehn Zentimeter Breite, zwanzig Zentimeter Höhe. Allein kaum zu bewegen, aber mit Kantenwinkeln, Hilfsbrettern und der guten alten Hebeltechnik haben Angela und ich den Balken auf die Terrasse manövriert und eingehängt.

Einpassen, ausrichten, festziehen – und einmal tief durchatmen

Kaum war der Balken halbwegs fixiert, kamen Nataša, Stipe und Snježana auf einen Kaffee vorbei. Angela hatte Ćevapčići und Würstchen besorgt, Stipe brachte Weinrebenholz für den Grill – aus dem Kaffee wurde ein gemütlicher Abend. Ein echter Fjaka -Moment.

Katzenfutter, Werkzeug, Glut, Rebenholz und der Duft von Ćevapčići

Sonntag stand Zwiebelkuchen bei Božena und Ante auf dem Plan – dazu frischer Federweißer. Vorher noch ein paar Schrauben nachziehen und dann ab nach Prižba. So fühlt sich ein Inselwochenende richtig an.

Kurze Pause mit Weitblick

Montag ging’s weiter am Kutak . Ein weiterer Sechs-Meter-Balken musste hoch – ohne Luftanker, dafür mit Provisorien: Hebel, Kanthölzer und ein schnell um einen Balken gelegter „Flaschenzug“. Zwei Mal „auf ditschen“ blieb nicht aus, am Ende lag er doch dort, wo er sollte. Ein alter Telefonmast erwies sich als morsch; den habe ich gekürzt und in einen Metallfuß gesetzt. Angela hat anschließend alle Balken noch einmal gestrichen.

Zwischen Olivenzweigen: Bohren, schrauben, ausrichten

Und dann sind da noch unsere neuen Stammgäste: Die braune Katze kommt inzwischen regelmäßig vorbei, die schwarze zeigt sich seltener. Wir haben Katzenfutter gekauft und ihnen Namen gegeben – Nika und Puma. Nika würde wohl am liebsten dauerhaft einziehen und will auch ins Haus, aber sobald Puma auftaucht, zieht sie sich zurück. Sie ist insgesamt anhänglich und verschmust. Puma lässt sich kaum streicheln. Ins Haus darf Nika – noch – nicht.

Puma auf Streife – Nika war heute schneller wieder weg

Abends wird es kühl, aber die Show bleibt: Die Herbstsonne versinkt noch nicht im Ausschnitt unseres Meeresblicks. Wir warten jedes Mal auf diesen Moment. Aktuell ist zu für uns noch zu weit im Nord Westen.

Goldene Stunde über der Bucht

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