Kategorien: Fjaka-Momente, Leben & Gäste, Bauen & Gestalten, Haus & Grundstück Schlagwörter: Baustopp, Legalisierung, Wintersonne, Terrassendach, Solardach, Puma, Feuchtigkeit, Holzofen, Prižba, Mikulina Luka SEO-Titel: Wintersonne, Baustopp und ein Puma mit Tagesordnung SEO-Beschreibung: Zwei Wochen Wintersonne auf Korčula, ein notwendiger Baustopp wegen Legalisierung, ein provisorisches Solardach, eine Deutschlandfahrt fürs E-Auto – und dazwischen Puma, kleine Fortschritte und echte Fjaka-Momente. Datum: 2025-12-08 Titelbild-Vorschlag: Wintersonne auf der Terrasse mit Blick auf den Kanal

Wintersonne, Baustopp und ein Puma mit Tagesordnung

Nach dem verregneten Ende des Novembers hatten wir plötzlich fast zwei Wochen herrlichen Sonnenschein. Diese klare Wintersonne, die tagsüber vergessen lässt, dass eigentlich Dezember ist. Warm auf der Haut, ruhig im Kopf. Eigentlich genau die Zeit, um die fast fertige Terrasse endlich abzuschließen.

Wintersonne am Tisch – draußen sitzen fühlt sich fast wie Frühling an.

Fast. Denn beim genaueren Hinsehen zeigte sich: Einige der verbauten Baumstämme hatten bereits Schimmel angesetzt. Nicht dramatisch, aber genug, um kurz innezuhalten. Statt einfach weiterzumachen, habe ich umgeschwenkt – weg vom Schrauber, hin zu den formalen Fragen.

Wie lässt sich das Haus legalisieren? Was braucht es für Strom, für spätere Umbauten, für Erweiterungen? Fragen, die man gern aufschiebt – und die dann genau dann auftauchen, wenn eigentlich alles gut läuft.

Legalisierung heißt manchmal: Pause machen

Beim Termin mit der Architektin wurde schnell klar: Für die Legalisierung soll das Haus im ursprünglichen Zustand gezeigt werden. Ein fest installiertes Solardach könnte bereits als technische Änderung gewertet werden.

Die Empfehlung war eindeutig: Das Solardach vorerst nicht schließen.

Provisorisch geschlossen – die transparente Plane schützt, bis alles geklärt ist.

Also habe ich das Dach wieder mit der durchsichtigen Plane abgedeckt, die ohnehin schon einmal dort lag. Damit ist hier erst einmal Baustopp. Passt auch ganz gut – seit heute regnet es wieder, und Ende der Woche fahren wir ohnehin nach Deutschland.

Deutschlandfahrt, E-Auto und ein Umweg mit Sinn

Unser Elektroauto wird in Kroatien als Neuwagen klassifiziert. Das hätte bedeutet, noch einmal Mehrwertsteuer auf den ursprünglichen Neuwagenwert zu zahlen – aktuell rund 30.000 Euro, also knapp 8.000 Euro Steuer.

Das macht wenig Sinn. Also haben wir entschieden, den Wagen in Deutschland zuzulassen. Der Transport kostet zwar rund 1.200 Euro, aber unterm Strich bleibt trotzdem etwas übrig – und vor allem ein gutes Gefühl.

Und weil wir gelernt haben, aus Pflichtfahrten kleine Reisen zu machen: Freitag treffen wir Neil in München, Samstag kommt noch Vanessa dazu, und am Montag legen wir einen Stopp in Österreich bei Enola und Nick ein. Nicht geplant – aber genau deshalb gut.

Alltag zwischen Prižba und Kutak

Die Sonnentage haben wir trotzdem genutzt. Draußen sein, arbeiten, schauen, genießen. Zwischen Prižba und dem Kutak liegen rund 30 Minuten Fahrt pro Strecke. Vor 9 Uhr ist es noch zu kalt, ab 16 Uhr wird es wieder dunkel.

Zwischen Arbeit und Aussicht – der Weg gehört inzwischen zum Rhythmus.

Übernachten würde ich gern öfter, aber Angela ist es aktuell noch zu kalt. Wir haben den Kühlschrank umgestellt und Platz geschaffen. Nach unserer Rückkehr will ich versuchen, den Holzofen zu installieren – dann können wir abends einheizen.

Puma, Feuchtigkeit und Geduld

Puma ist inzwischen jeden Tag da. Morgens. Abends. Manchmal wartet er schon an der Straße und begrüßt uns lautstark. Anfassen lässt er sich noch nicht – ein Kraulversuch wurde mir mit einer klaren Pfote beantwortet. Ohne Krallen, aber mit Ansage.

Puma auf Beobachtungsposten – alles unter Kontrolle – vor allem das Freilandhuhn im Heißluftgrill.

Beim Umstellen des Kühlschranks haben wir gesehen, dass sich an einer Wand die Farbe wegen der Feuchtigkeit gelöst hat. Ich habe die Stelle bearbeitet und Tiefengrund aufgetragen. Jetzt heißt es: trocknen lassen. Der Ofen wird helfen.

Feuchtigkeitsspuren im Innenraum – Winter zeigt, wo nachgebessert werden muss.

Kleine Zeichen & echte Fjaka

Eine WLAN-Kamera ist installiert. Der erste Löwenzahn blüht bereits. Erste Beschläge sind mit RAL 5018 gestrichen und passen überraschend gut zum honigfarbenen Holz. Und weil unser Adventskranz in Prižba steht, hat Angela kurzerhand einen Ersatz gebastelt.

Zwischen Löwenzahn, Werkzeug und Improvisation.

Feuerholz ist geschnitten, im Heißluftgrill gab es Hähnchen, Puma schaute interessiert zu – die Knochen haben ihn dann aber doch nicht überzeugt. Und seit Angela unter dem Feigenbaum aufgeräumt hat, kommt regelmäßig ein Rotkehlchen vorbei.

Abendlicht am Kutak – genau so fühlt sich Fjaka an.

Das Dach wartet, der Ofen kommt bald, Puma bleibt wachsam – und irgendwo dazwischen stellt sich langsam dieses Gefühl ein, dass alles seinen eigenen Rhythmus hat. Auch der Winter.


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