Pläne am Kutak
Am Donnerstag sind wir spät losgekommen und erst kurz vor sechs am Kutak angekommen. Es wurde schnell dunkel – also haben wir nur noch die Ruhe und die gute Luft genossen.

Am Freitag wollte ich die Mauer an der Außenküche setzen. Dafür bin ich noch einmal zu Samoborka gefahren und habe 25 Steine geholt – insgesamt hatten wir mit 45 Steinen gerechnet. Nach einigem Hin und Her haben wir beschlossen: Nur ein kleines Stück Mauer kommt auf die Zisterne, der größere Teil wird als Trockenmauer ausgeführt. Den passenden Kurs dafür haben wir für den 11. Oktober gebucht.

An das Terrassendach habe ich mich noch nicht herangetraut. Für Sonntag war Regen angesagt und ich wollte nichts erneut undicht machen. Also habe ich am Samstagmorgen den neuen Wasserhahn montiert. Aus geplanten 30 Minuten wurde ein Vormittag: Anschlüsse passten nicht, ein Stück war zu kurz und am Ende griff die Überwurfmutter nicht mehr.

Weil ich die Plastikabdeckung zuletzt „zu gut“ verschraubt hatte, musste sie für das Mauerstück wieder runter – am Nachmittag habe ich alles neu regenfest gemacht. Nebenbei habe ich über die Balken nachgedacht: Aufbau, Lasur, Trocknung – der Plan steht.

Angela war am Nachmittag bei einer Wanderung mit anschließender Vorstellung des neuen Restaurants „Pod Kulom“. Es hat ihr so gut gefallen, dass wir nächste Woche dort essen gehen wollen.

Der Sonntag wurde zum „Warte-auf-Regen“-Tag. Erst 8 Uhr, dann 9 Uhr – begonnen hat es erst gegen 11:30 Uhr zu tröpfeln. Ergebnis: viel Grübeln, wenig Tun.

Nach dem Fahrraddiebstahl sitzt der Schreck noch tief. Wir planen ein paar Kameras – gar nicht so einfach bei Lage und Blickwinkeln. Den Vormittag habe ich mit Modellsuche verbracht.
Den Nachmittag haben wir genutzt, um das Kutak neu zu organisieren: Der Hochzeitsschrank steht jetzt in der einen Ecke, der Kühlschrank in der anderen, und die Couch hat Platz in der dritten gefunden. Die vierte Ecke bleibt frei – dort ist die Tür. Der Raum wirkt sofort luftiger; man tritt nicht mehr direkt vor den Kühlschrank, wenn man reinkommt.

Abends waren wir bei Dorian und Wilhelm zum „Reste trinken“ – ein 50-Liter-Fass leert sich nicht von allein.

Montag ging es endlich los: Balken streichen. Etwas umständlich – die Teile sind lang, schwer zu drehen und brauchen Platz zum Trocknen. Wir wollten eine Runde komplett schaffen, daher sind wir bis Dienstag geblieben. Die Zeit reichte trotzdem nicht – also noch ein Tag dran gehängt.

Nebenbei lief Kleinzeug: Leitungen checken, Abflüsse richten, Werkzeug sortieren.

Mittwochvormittag war ich mit Branko bei der Općina Vela Luka. Das Elektrizitätswerk hatte sich gemeldet und wollte noch eine Legalisierung für das Haus. Obwohl es im Kataster als gelegentlich bewohnt vermerkt ist, scheint es nicht offiziell als Haus registriert. Nach einigem Hin und Her und einem Besuch von zwei Mitarbeitern wurde klar: Die nächste Legalisierungsrunde startet frühestens in vier bis fünf Monaten. Als Tipp bekamen wir, es über ansässige Architekten zu versuchen, die noch Blanco-Anträge haben. Ansonsten bleibt nur Warten – zumindest läuft Wasser schon, und im Notfall bleibt ein reiner Solaranschluss.

Am Nachmittag sind wir nach Prižba gefahren – am Abend waren wir mit dem „Express“ verabredet. Leckeres Saison-Finale, aber frisch: In der Konoba Pizza haben wir sogar ein bisschen gefroren. Die Nacht haben wir daher gleich in Prižba verbracht.
Entdecke mehr von Get Your Fjaka
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.




