Fahrräder weg

Ein Schockmoment: unsere Räder verschwinden spurlos. Doch die Polizei wird fündig und wir feiern das Happy End auf Korčula.

Fahrräder weg – und wieder da!

Als Angela am Montag Abend aus Brna zurückkam, meinte sie noch, Ante hätte unsere Fahrräder in die Garage gestellt. Doch beim Nachsehen stellte sich heraus: nichts da. Die Helme und die Abdeckung lagen herum – nicht so, als hätte Ante die Räder weggeräumt. Die Fahrräder waren verschwunden. Ein Schockmoment.

Wir meldeten den Diebstahl sofort der Polizei, verschoben die Aussage aber wegen unserer Split-Fahrt auf Mittwoch. Ein sehr geduldiger Polizist und seine Kollegin nahmen in Korčula auf der Polizeistation alles in Ruhe auf. Gleichzeitig lasen wir auf Facebook von mehreren Diebstählen auf der Insel – wir waren nicht die Einzigen. Sogar das Hinterrad des Motorrads eines Gasts im Nachbarhaus in Prižba hatte jemand gestohlen (vermutlich wäre auch das Vorderrad dran gewesen, wenn die Tochter nicht heimgekommen wäre und den Dieb überrascht hätte). Sie sah ihn noch; er tat so, als wäre er angetrunken. Erst als der vermeintlich Betrunkene mit einem Transporter davonfuhr, wurde sie stutzig. Sie und ihr Vater nahmen noch die Verfolgung auf – aber mit zehn Minuten Vorsprung auf unserer Küstenstraße kann man sich überall absetzen.

Angela hatte in der Zwischenzeit alle Kanäle und Freunde mit unserem eigenen Aufruf kontaktiert. Auch auf Facebook teilten wir die Bilder unserer gestohlenen E-Bikes und baten um Hinweise.

Unser eigener Facebook-Aufruf mit Fotos der gestohlenen E-Bikes
Unser eigener Aufruf auf Facebook – mit Bildern der gestohlenen Räder.

Auch andere auf Korčula waren betroffen. In den lokalen Facebook-Gruppen tauchten weitere Aufrufe auf – mit Fotos von gestohlenen Rädern und sogar von den mutmaßlichen Tätern.

Facebook-Aufruf eines weiteren Opfers mit gestohlenem Fahrrad und Überwachungsfoto
Auch andere Opfer meldeten sich in den Facebook-Gruppen.

Freitag dann die Überraschung: Ein Anruf der Polizei. „Kommen Sie sofort nach Prižba, wir haben gute Nachrichten.“ Wir ließen alles stehen und liegen, sprangen ins Auto – und tatsächlich: Unsere Fahrräder standen da. Zwar ohne Satteltaschen, aber blitzeblank geputzt. Welch eine Erleichterung!

Für uns waren die Beamten der Polizeistation Korčula eindeutig die Helden der Woche. Mit viel Geduld, Ruhe und Einsatz haben sie die Fälle verfolgt – und am Ende für dieses Happy End gesorgt. Hvala lijepa! ❤️

Die Polizei verriet uns auch, dass es sich beim Täter um einen Touristen handelte. Er darf nun noch drei Monate kostenlosen „Urlaub“ in Dubrovnik machen – allerdings im Gefängnis – bevor er abgeschoben wird.

Am Abend wollten wir eigentlich nur schnell Dorian zum Geburtstag gratulieren, blieben dann aber doch in der Bar 200 hängen. Jasna kam vorbei, Gespräche, ein Glas zu viel – und so endete ein aufregender Tag spät, aber glücklich im Kutak .


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