Ein Wochenende im Kutak

Vom Gewitterchaos über verregnete Küchendächer bis zum elektrischen Feinputz – ein Wochenende mit Besuch, Gips und Fjaka.

Fjaka-Wochenende mit Wetterlaunen, Besuch und Winkelschleifer

Dieses Wochenende ging’s schon am Donnerstag Richtung Kutak – allerdings erst spät am Abend. Tagsüber haben wir  noch Snježanas Geburtstag nachgefeiert, der eigentlich am Sonntag war, aber da war sie auf einer Beerdigung in Sarajevo. Leben eben.

Die Wetter-App hatte für die Nacht Regen und Gewitter angesagt. Also wollten wir rechtzeitig im Kutak sein, um alles sturmfest zu machen. Nur: Als wir endlich aus Prižba losrollten, hingen die dunklen Wolken schon bedrohlich am Himmel. Und wir ahnten es: In Mikulina Luka schüttete es bereits. Regen ist untertrieben – das Wasser kam waagrecht, senkrecht, von allen Seiten. Nur vom Auto zur Terrasse wurden wir klatschnass bis auf die Unterhose.

Improvisation im Staub: Der Kühlschrank unter Plastik – nicht wegen Regen, sondern wegen der Flex.

Uns blieb nichts anderes übrig, als uns triefend nass, nackt ins Handtuch (zum Glück hatten wir welche da gelassen) auf die Stühle ins Kutak zu setzen und zu warten. Schnell war klar: Das provisorische Terassendach schützt die Küche nicht im Geringsten. Zum Glück hatte ich noch die Plane dabei, die ich eigentlich längst hätte montieren wollen – aber wie gesagt, der Geburtstag kam dazwischen. Also hab ich sie notdürftig aufs Dach geschraubt. Hat nicht viel gebracht – der nächste Regenguss machte wieder alles nass. Also: Sachen sortieren, Bett herrichten und rein ins Trockene – das Prasseln aufs Ziegeldach hat uns dann in den Schlaf getrommelt. Wohlwollend dachte ich an das Steinhaus der drei kleinen Schweinchen.

Das Kutak begrüßt uns – nicht ganz dicht, aber voller Charme.

Am Freitagmorgen tröpfelte es immer noch. Ich hab vom Bett aus gearbeitet, Fjaka-Style. Gegen Mittag klarte es auf – Zeit zum Aufräumen. Chaos in Küche, Bettzeug, Werkzeug. Dann klingelte schon das Nachmittagsprogramm: Jana und Ernst kamen auf Kaffee und Grillen vorbei. Schön war’s, aber danach war der Tag auch schon wieder rum.

Fjaka mit Aussicht – und der Rest vom Kaffeekränzchen noch auf dem Tisch.

Am Abend hab ich’s dann noch geschafft, den IKEA-Vorhang am Eingang aufzuhängen – ein kleiner Schritt Richtung gemütlich. Danach gab’s – wie immer – einen stillen Absacker.

Samstag: Aufgewacht, festgestellt, dass die Gäste nebenan weg sind. Perfekt – ein Tag zum Lärm machen. Also: Flex und Bohrhammer raus, Schlitze für die Stromleitungen fräsen und kloppen.

Strom marsch: Fräsen, Bohren, Fluchen – dann Gips drauf.

Hatte gerade angefangen zu spachteln, da kam schon der nächste Besuch: Ilka war mit Freunden in der Gegend wandern und kam auf einen Kaffee vorbei. Zum Glück hatte Angela Kuchen vorbereitet – in weiser Voraussicht.

Gäste in Sicht: Spontaner Besuch mit Lächeln und Sonne im Rücken.

Nach dem Kaffeekränzchen ging’s weiter mit Spachtel und Kelle – ich wollte die Schlitze wenigstens grob zuziehen. Dann haben sich auch noch Dieter und Lisa spontan angekündigt. Passte super – wir hatten eh noch Grillreste vom Vortag. So gab’s einen richtig schönen Abend im besten Fjaka-Geist.

Fjaka unter Olivenbäumen – und der Steintisch ruft nach mehr Gästen.

Sonntag stand im Zeichen des „Schlitze schließen“. Leider komplizierter als gedacht: Die alte Verkabelung war ein Kunstwerk aus verdrillten Drähten, ohne Lüsterklemmen, aber mit viel Improvisation. Also hab ich den Sicherungskasten gleich auf Unterputz gelegt und alles ordentlich gemacht. Allerdings ist Arbeiten im Kutak immer ein Akt – jedes Mal alles rausräumen, wetterfest verstauen, hoffen, dass kein Sturm kommt.

Willkommen im Paradies – oder zumindest ziemlich nah dran.

Zwischendurch noch Material fürs Solardach zusammengestellt – Vlado Commerz lässt leider weiter auf sich warten. Also Plan B: Bauhaus.

Die runden Terrassen atmen Ruhe – und bald auch Solarstrom.

Nachmittags haben wir das letzte Fleisch gegrillt. Danach nochmal Spachtel angesetzt, letzte Reste geglättet und den Abend wieder ganz gemütlich ausklingen lassen.

Unsere kleine Sommerbar – halb Werkstatt, halb Wohnzimmer.

Montag: Arbeiten von guter Quelle (sprich: Homeoffice am Kompass-Tisch), dann nachmittags weiter mit den letzten Schlitzen. Für Tiefengrund hat’s aber nicht mehr gereicht – das war dann Plan für Dienstag.

Und so sind wir Montagabend um 20 Uhr, nach einem letzten Absacker, zurück nach Prižba gefahren.

Eidechse genießt die Fjaka auf der Steinmauer
Auch die Eidechsen genießen ihre ganz eigene Fjaka nach dem großen Regen.

Entdecke mehr von Get Your Fjaka

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Kommentar verfassen