Klassikabend in Smokvica
Der 8. August brachte uns ein besonderes Erlebnis: Ein Konzert im Maločića Dvor in Smokvica, das noch lange nachklingen wird. Die Sopranistin Marija Salečić und die Pianistin Petra Akrap aus Saarbrücken füllten den alten Saal mit klassischer Musik – zart, kraftvoll, voller Emotionen. Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen, ganz im Sinne unserer Get Your Fjaka -Philosophie.
Der Aufführungsort war das historische Maločića Dvor – ein alter Innenhof zwischen den Steinhäusern von Smokvica. Früher Palast der Familie Maločić, heute ein Kleinod für kulturelle Veranstaltungen. Umgeben von hohen Steinmauern, beleuchtet vom warmen Licht des Abends und mit Blick in den klaren Sternenhimmel, entstand eine Atmosphäre, die der Musik eine besondere Tiefe verlieh.
Auch wenn die Akustik im offenen Innenhof und die Tonqualität der Aufnahme keine Untertitelung zuließen, war das Erlebnis unmittelbar und lebendig. Musik braucht nicht immer Worte – sie spricht direkt zu Herz und Seele. Und genau das haben wir an diesem Abend gespürt.
Nach dem Konzert war Smokvica erfüllt von einem leisen Summen – Gespräche, Lachen, der Duft von Wein und Sommerluft. Es sind diese Augenblicke, die unseren Weg mit Get Your Fjaka immer wieder bereichern.

Über die Künstlerinnen
Marija Salečić, Sopran, hat in Zagreb Gesang studiert und stand bereits an der Kroatischen Nationaloper auf der Bühne. Sie gewann zahlreiche Preise, darunter den Grand Prix beim Opern-Wettbewerb „Oder Spree“ in Deutschland. Neben internationalen Meisterkursen mit Größen wie Thomas Hampson trat sie mit verschiedenen Orchestern in ganz Europa auf. Ihr Repertoire reicht von klassischem Lied über Oratorium bis hin zu zeitgenössischer Musik. 2024 war sie u. a. mit der Zagreber Philharmonie und beim Musik-Biennale Zagreb zu hören.

Petra Akrap, geboren in Sinj, ist eine vielfach ausgezeichnete Pianistin. Sie arbeitete mit namhaften Dirigenten und Orchestern, unter anderem der Zagreber Philharmonie und dem Symphonieorchester der Musikakademie Zagreb. Konzertreisen führten sie bis in die USA. Sie ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter in Split, Umag und Italien. Neben ihrem solistischen Schaffen ist sie eine gefragte Begleiterin für Sängerinnen und Sänger.

Das Programm
Die beiden führten uns durch ein abwechslungsreiches Programm: Von Schuberts „Ave Maria“ über italienische Canzoni von Francesco Paolo Tosti bis zu George Gershwins „Summertime“. Dazu kamen selten gehörte Werke wie „Musica proibita“ von Gaston Gastaldon oder Lieder aus der Suite „Floresta do Amazonas“ von Heitor Villa-Lobos. Nach der Pause folgten Opernarien von Puccini, Verdi und Tjardović – ein emotionaler Höhepunkt, der im bekannten „Sempre libera“ aus Verdis La Traviata gipfelte.
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