Kühlschrank, kaltes Wasser & Eiswürfel
Eigentlich war es erst unser viertes Wochenende in Mikulina Luka – und doch fühlt es sich schon an wie das fünfte oder sechste. So intensiv sind die Erlebnisse, so schnell reiht sich ein besonderes Wochenende ans nächste.
Am Freitagmorgen klingelte das Telefon: Die Spedition kündigte die Lieferung unseres neuen Kühlschranks an. Also ab ins Auto nach Mikulina Luka. Doch als ich ankam, stand das gute Stück schon am Straßenrand. Die LKW-Fahrer winkten noch kurz und ratterten die Schotterstraße davon. Und da stand ich nun in der Mittagshitze, vor einem riesigen Karton und der Frage: Wie bekommt man den Koloss nur nach unten?

Mit Sackkarre war das kaum zu schaffen. Ein holländischer Gast von nebenan bot spontan Hilfe an, doch auch zu zweit war das „Monster“ nicht zu bewegen – und abends wollten wir noch zum Konzert. Also erst einmal alles entspannt sortieren, zurück nach Prižba, in Ruhe essen, Sachen packen und später wieder rüber nach Mikulina Luka.
Auf dem Rückweg hielt ich noch bei Vlado Commerce und habe ein paar Dinge für unsere Baustelle besorgt. Zusammen mit dem, was wir sonst aus Prižba mitbringen, war der Kleine randvoll – Cabrio sei Dank: Dach auf und von oben befüllen, wie ein Einkaufswagen.

Am Samstagmorgen hatte ich eigentlich auf den Holländer gewartet – offenbar Langschläfer. Nachdem ich den Kühlschrank ein paar Meter bewegt hatte, standen plötzlich Jakob und sein rumänischer Freund Georg neben mir. Jakob und seine Frau Heidi sind gebürtig aus der Nähe von Timișoara – eine besondere Freude, weil Angela aus Arad stammt, nur etwa 30 Kilometer entfernt. Beide sind Rentner und leben die meiste Zeit in Deutschland, in Calw.

Und als wäre das nicht genug, folgte gleich die Einladung: „Kommt runter ins grüne Haus, es gibt ein kaltes Bier.“ Aus dem Bier wurde ein spätes Frühstück bei Heidi und Jakob. So lässt sich arbeiten: ohne Stress, mit Pausen, guter Nachbarschaft und einer ordentlichen Portion Fjaka.
Damit der Kühlschrank seine Stärken ausspielt, habe ich die Boosterpumpe angeschlossen und zum ersten Mal mit grünen Rohren und Schweißtechnik gearbeitet. Mein Erstlingswerk war direkt dicht – nur eine Gummimanschette musste ich noch einmal geradeziehen. Zusätzlich kam ein fünfstufiger Wasserfilter dazu. Jetzt fließt astreines Zisternenwasser: entweder gekühlt aus dem Kühlschrank oder frisch aus dem Spender.
Zwischendurch kam Jakobs Akkuschlagbohrer zum Einsatz: weitere Durchbrüche neben der Küche, damit auch die Leitung für die Außendusche und das Stromkabel gleich mit verlegt werden können. Und ja – am Solardach habe ich natürlich auch weitergetüftelt.
Am Sonntag wollten Bettina und Birgit eigentlich zum Grillen kommen, aber wegen des Makarun-Fests in Žrnovo haben wir auf Montag verschoben. So habe ich am Montagmorgen zum ersten Mal mein „Büro“ am kleinen runden Tisch aufgebaut – Arbeiten im Get Your Fjaka Stil.

Am Nachmittag trudelten Bettina, Birgit, Dieter und Lisa ein – ein entspannter Grillnachmittag ganz im Sinne von Get Your Fjaka .

Die Hitze war groß, die Ruhe noch größer. Angela und ich ließen den Abend einfach vor Ort ausklingen – und am Dienstag haben wir noch einmal den Luxus eines langen Wochenendes im Kutak genossen. Arbeiten, ankommen, durchatmen – und dann tiefenentspannt zurück nach Prižba.
Ein Wochenende voller Nachbarschaftshilfe, Technik-Premieren und ganz viel Fjaka.
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