Hängematte unterm Olivenbaum
Dieses Wochenende war anders: weniger Baustellengefühl, mehr Ruhe, mehr Ankommen. Es gab kleine Fortschritte, ein kühleres Haus und vor allem einen Moment, der hängen blieb: die Hängematte unter einem Olivenbaum mit Blick aufs Meer. Aber der Reihe nach…
Die Vermessung – wo beginnt unser Weg?
Am Freitag fuhren wir früh ins Farbengeschäft – ein weiterer 2‑Liter‑Eimer weiße Farbe und ein paar Kleinigkeiten. Denn für 18:30 Uhr hatte sich der Landvermesser angekündigt. Pünktlich um 18:30 Uhr standen wir mit ihm am Grundstück, er mit GPS-Daten für die Straßenseite, wir gespannt, wo denn jetzt genau der Grenzverlauf ist. Ein Eckpunkt in der unteren Ecke blieb unklar – und genau dort soll einmal unsere Zufahrt zum unteren Haus verlaufen. Kein kleiner Punkt, sondern eine große Entscheidung: Wie weit können wir hinunter, ohne oben Platz für ein kleines Häuschen zu verlieren?
Als ob das nicht reichte, kam die Info: Mindestens fünf Meter Abstand von der Straße für neue Häuser. Unser Kutak (kroatisch „Eckchen“), das schon steht, darf bleiben, wo es ist. Alles andere muss weiter zurück – was uns zwar Fläche nimmt, aber auch neue Chancen gibt: Sitzecken, kleine Gartenbereiche und ganz viel Fjaka-Potenzial.

Ein Ventilator und eine neue Art zu schlafen
Die zweite Nacht war ein anderes Erlebnis: Der bestellte Ventilator kam aus Zagreb – drei Tage Lieferzeit, Rekord! – und brachte endlich frische Luft ins Kutak. Kein ständiges Drehen mehr im Bett, sondern erholsamer Schlaf mit leisem Summen im Hintergrund. So fühlt sich Sommerleben an.

Malerarbeiten, Kabel & Tiefengrund
Drinnen wollte ich eigentlich nur die Decke fertig streichen. Ein kleiner Job, dachte ich – bis ich merkte, dass die Wände Farbe saugen wie ein Schwamm. Zwei Liter für ein paar Quadratmeter! Also Planänderung: Erst Tiefengrund auftragen, sonst verschwinden noch viele Eimer Farbe im Nichts. Gleichzeitig fassten wir einen weiteren Beschluss: Die Aufputz-Kabel und Steckdosen kommen unter Putz. Wenn wir schon anfangen, dann richtig.

Grillen, Meer und kleine Fortschritte
Die Hitze zwang uns zum Umdenken: weniger Hauruck, mehr Gelassenheit. Ein paar Runden im Meer, am Nachmittag Grillen und abends einfach mal sitzen und die Aussicht genießen. Nebenbei aktualisierte ich unsere Einkaufsliste und setzte die Suche nach transparenten Solarpanelen fort. Produktiv? Ja. Entspannt? Logisch!

Mein Platz unterm Olivenbaum
Sonntag dann das Highlight: meine Hängematte unterm Olivenbaum. Über mir Blätterrauschen, vor mir das Meer, um mich herum Grillenzirpen. Ein Augenblick, in dem alles still wurde – außer das Herz, das ein bisschen schneller schlug. Ich genoss die Ruhe, dachte nach, plante weiter – und merkte: Das hier fühlt sich nicht mehr nach Baustelle an, sondern nach Leben.

So wurde aus einem Wochenende voller Kleinigkeiten, Regeln und spontanen Erkenntnissen am Ende doch ein Stück Ankommen – mit Humor, ein bisschen Farbe an der Decke und einer Hängematte, die auf den nächsten Level führte.
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