Unser erstes richtiges Wochenende
Diese Woche war ein Wirbelsturm aus Ideen: Listen schreiben, priorisieren, sortieren. Der Strom ist beantragt, wird aber wohl noch dauern. Und die Suche nach transparenten Solarpanelen stellte sich als schwieriger heraus als gedacht – teuer und kompliziert. Ich möchte die Außenküche mit transparenten Solarmodulen überdachen und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Aber jetzt konzentrierten wir uns auf das, was wir sofort gestalten konnten: unser Haus.

Samstag – Farbe, Putzen und tausend Kleinigkeiten
Samstagmorgen fuhren wir nach Vela Luka ins Farbengeschäft. Innenfarbe, Pinsel, Besen – alles, was man für den Start braucht. RAL 5018 ist die Get Your Fjaka Grundfarbe. Am Haus angekommen, trugen wir erst einmal alles hinaus. Angela begann sofort mit dem Putzen und Aufräumen, ich wollte die Decke streichen. Doch die Sonne hatte die Wände so aufgeheizt, dass die Farbe in Sekunden trocknete. Zwei Liter Farbe reichten gerade einmal für ein paar Quadratmeter – also Pause für das Projekt „Zimmer streichen“.

Sonntag – Gartenarbeit, Meer und erste Nachbarn
Angela machte sich an die Beete, entfernte Unkraut rund ums Haus und schaffte sofort eine freundlichere Atmosphäre. Wegen der Hitze sprangen wir dreimal am Tag ins Meer – ein wahrer Luxus. Der Zugang ist zwar noch etwas provisorisch, aber ein Podest mit Leiter hilft uns über die Steine und Seeigel ins Wasser. Die Bucht von Mikulina Luka ist ruhiger als die offene See und perfekt zum Schwimmen.
Und dann waren da unsere Nachbarn: nur zwei Häuser weiter, ein freundliches Paar, das das Haus neben uns an Gäste vermietet. Wir hatten vor einigen Wochen schon kurz gesprochen, und sie erinnerten sich sofort. Das Schönste: Sie boten uns direkt Strom an – das entspannt die ganze Situation mit HEP und der Solarbeschaffung enorm. Oberhalb liegt noch ein Haus, dort wollen wir uns nächste Woche vorstellen. Links unter uns gehört das Haus Deutschen, die nur im Urlaub da sind. Wir haben aber schon per WhatsApp geschrieben, und sie freuen sich, uns im August kennenzulernen. Von ihrem Grundstück hingen ein paar Olivenzweige auf unserem Weg zum Meer – ich durfte sie einfach abschneiden. Das fühlte sich so herzlich und selbstverständlich an, als wären wir schon lange hier.

Ich schaute mir außerdem die Anschlüsse an: Die 13 m³ große Zisterne ist praktisch, aber die halbzölligen Leitungen liefern zu wenig Druck. Also wird eine Boosterpumpe installiert, damit Bad und zukünftige Außendusche genügend Wasser haben.

Abendstimmung und erste Nacht
Am Samstagabend saßen wir zum ersten Mal auf unserer Bank und schauten dem Sonnenuntergang zu – ein Moment zum Kneifen: Wir sind wirklich hier, und unser Abenteuer hat begonnen. Die erste Nacht im eigenen Bett war heiß, voller Mücken und ungewohnter Geräusche: Fischerboote in Vela Luka, das tiefe Brummen der nächtlichen Fähre nach Split. Trotzdem: Wir lieben es jetzt schon.

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